Meine Gedichte

Liebesheil

Dein Kopf voll Trübsal geneigt,
ein trauriger Blick nach außen gezeigt,
will dir Trost spenden in deiner Trauer,
will dich fortbringen vom Regenschauer.
Weit fort von hier geh ich mit dir,
Hand in Hand marschieren wir,
dorthin wo wärmendes Licht
den dunklen Schatten bricht.

Bin eins mit dir an diesem Tag,
nichts mehr was dich brechen mag.
Nur noch Liebe zieht mit uns,
begleitet uns durch Regendunst.

All die Menschen scheinen böse,
um uns herum Geschrei und Getöse,
sind wir einzig mit Liebe im Herzen,
all die Andren schreien vor Schmerzen.




Alptraum

In meinem Innern tobt ein verheerender Sturm,
der mich hinauf treibt auf den höchsten Turm,
wo Angst und Zwietracht ihren Ursprung sehen,
bleibe ich völlig entgeistert stehen.

Dieser blanke Horror will nicht verschwinden,
sieht mich lieber vor Schmerzen winden.
Tod und Terror wollen mich jagen,
soll mich in ihr Reich vorwagen.
Werde gezwungen, kann mich nicht wehren,
Dämonen an meiner Seele zehren.

Der Teufel persönlich erwartet mich,
servieren will er mich zu Tisch,
wo all die Gaumenfetischisten
auf ihren fetten Hintern sitzen.
Fressen wollen sie mich lebend,
Stück für Stück zum Mund begeben.
Und ich schrei vor lauter Pein,
da sägt mir jemand ab mein Bein.

Plötzlich spricht jemand zu mir:
Geh und hol mir noch ein Bier.
Atemnot hält mich in Schach,
wurde gerade wach gemacht.
Ein Tagtraum also war's gewesen,
lag bis eben auf dem Tresen.




Herznot

Lasse mich ein in dein Reich aus reiner Zärtlichkeit,
behüte mein Herz, welches so verzweifelt nach deiner Liebe schreit.
Siehst du nicht, wie ich hier sehnsuchtsvoll vergehe?
Ich stehe vor den Toren deiner Seele und ich flehe...

Bitte um Einlass zu deinem Herzen,
auf das versiegen all unsre Schmerzen.
Töte alles was Kummer bereitet,
merze aus, was weit dort verbreitet.

Kämpfe mich tief hinein in dein Herz
und ersticke tief im Innern den Schmerz.
Was übrig bleibt dann ist Liebe ganz rein,
so lass mich doch jetzt endlich hinein!




Nie verkehrt

Meine Gedanken kreisen um dich.
Ich glaube, ich liebe dich.
Ich glaube, dass du es bist.
Oder ist es bloß eine List?
Täusche ich mich?
Nein!
Du bist es!
Du bist alles!
Du bist... so schützenswert,
so liebenswert.
Es ist nie verkehrt
so unbeschwert
einfach nur zu lieben...




Abstand

Warum machst du das mit mir?
Sie explodieren - meine Gefühle zu dir.
Du könntest so einfach mein Leben retten,
könntest mich befreien von all meinen Ketten.
Frei könnten wir uns der Liebe hingeben,
doch sträubst du dich dagegen?

Natürlich tust du, mein Herz spielt mir einen Streich.
Doch in deiner Gegenwart werden meine Knie ganz weich.
Deine Stimme klingt so zart, so warm, so angenehm.
Etwas so Schönes wie dich hab ich noch nie geseh‘n.

Doch bist du mir zu weit entfernt,
ja, dies habe ich gelernt.
Abstand halten ist angesagt.
Bleibt zu sagen, dass ich dich mag.




Gescheiterte Existenz

Ich will sie vernichten,
will, dass es endet,
werde mich richten,
mein Leben beendet.

War stets dagegen,
wurde nie gedämpft,
stand stets im Regen,
habe stets gekämpft.

Ohne Effizienz,
zum Leben gezwungen.
Gescheiterte Existenz,
vom Leben bezwungen.

Der Tod so greifbar,
so schlicht und friedsam,
dem Ende dankbar,
was bleibt - ein Leichnam.




Was ihr blieb

Was ihr blieb ist der Schmerz
und ihr zerschundenes Herz.
Allein blieb sie zurück
und mit ihr keinerlei Stück
vom früheren Glück.




Meine Pein

Tränen fließen
Sehnsucht gießen
Keine Liebe
Dunkle Triebe

Jemand weint
niemand meint
trösten müssen
Unschuld küssen

niemand da
niemand nah
ganz allein
meine Pein




Wer?

Wer nimmt sich mir an,
wenn ich nicht mehr kann?

Wer öffnet seine Arme für mich
und verschränket sie nicht?

Wer berührt mich ganz zärtlich
und wer meint es ehrlich?

Wer vermag die Liebe zu tragen,
welche mir so schwer liegt im Magen?




Ich liebe dich

Ich liebe dich
Liebst du auch mich?

Ich liebe dich
wieso auch nicht?

Ich liebe dich
so sehnsüchtig

Ich liebe dich
In Liebe: Ich




Fernes Herz

Worte quellen aus meinem Munde,
voller Bedeutung, voller Gewicht,
machen schnell auch ihre Runde,
und doch erreichen sie dich nicht.

Bist so bekümmert und allein,
ein Kilo Teer in deinem Herz,
fügst dich glücklos deiner Pein,
voller Zweifel, voller Schmerz.

An Liebe ist nicht mehr zu denken,
gabst die Hoffnung schließlich auf,
lässt sie nicht mehr für dich lenken,
traurig ist des Lebens Lauf.

Gebe acht auf deine Schritte,
von Weitem schaue ich dir zu,
bleib dir fern, so ist es Sitte,
lässt meinem Herzen keine Ruh.




Nicht dein Sklave

Ich bin nicht dein Sklave, oh Welt.
Weder bin ich dies, noch das.
Bist von Menschenhand entstellt.
Bin so empört, dass ich’s kaum fass.

Ich bin nicht dein Sklave, oh Gott.
Belanglos sind all deine Schafe.
Krank und stumpf, so ist ihr Trott.
Wann also erhalt ich Strafe,
für meinen sündhaft teuren Spott?






In meinen Armen
liegst du zitternd,
hast Angst vor dem
was sich Leben nennt.

Wie schön du bist
weißt du nicht,
weil nichts Schönes
zu dir dringt.






Kann es kaum ertragen.
Dich zu sehen.
Dich zu fühlen.
Dich zu lieben.

Du siehst mich nicht.
Wirst mich nie sehen.
Ich liebe dich.
Du weißt es nicht.
Wirst es nie wissen.

Gehst an mir vorbei,
würdigst mich keines Blickes,
weil du mich nicht kennst.




Vereint

Ängstlich, dein Wesen.
Zärtlich, achtsam,
meine Berührungen.
Von Liebe geführt,
deine Rettung.
Langsam, tastend,
schenke dir mein Leben,
nehme deine Last.
Vereint.




Reduzierung der Überheblichkeit

Spezies Mensch
wie sie leibt und lebt
selbstüberschätzend
krank und dumm

Der Mensch
auch nur ein Tier
ein Parasit
sieht sich gern höher
doch fällt umso tiefer

Der Mensch
der Idiot
"